
29.12.2005
22.12.2005
Johnny Ritchek in: "START Teil 3"
Da hat Ritchek eine Idee. Er öffnet das Bullauge und wirft der an Bord üblichen Sandsäcke für den Ballast nach dem Übeltäter. Der Steht zwar an die hundert Meter entfernt, wird aber übel am Kopf erwischt, fällt ohnmächtig zu Boden und läßt dabei sein kleines Gerät fallen.
Nichts weiter geschieht. "Egal, Hauptsache der hat mal seine Abreibung bekommen. Da verbringe ich gerne eine Ewigkeit damit, meiner Rakete beim Starten zuzugucken."
Und Johnny Ritchek sieht weiter durch das Bullauge. Er studiert den Ablauf der chemischen Kettenreaktionen, die die Fusionskammern des Raketenantiebs ablaufen lassen und kann so manche Theorie zur Verbesserung aufstellen.
Johnny Ritchek in: "START Teil 2"
"Für Ritchek scheint die Zeit normal weiter zu laufen." denkt Ernst Stratcher nach, "Ein Fehler im Gerät? Doch an sich gar nicht so übel. So kann sich der alte Aufschneider bewusst ärgern." Und wieder erklingt das fiese Lachen.
Auszug aus Ernst Stratchers Tagebuch: Bauanleitung für ein Gerät, mit dem man die Zeit anhalten / langsamer stellen kann
1. Kleines kastenförmiges Gerät mit Antenne und Ziffernblatt versehen.
2. Erst mal die Zeit anhalten und warten, bis man jemanden trifft, der einem bei den technischen Dingen helfen kann.
3. Diesen jenigen auch fragen, ob er Fernseher, Waschmaschine etc. reparieren kann
Johnny Ritchek in: "START Teil 1"
Doch der Countdown wird von mal zu mal langsamer, schließlich so langsam, dass Ritchek meint, er sei stehen geblieben. Nervös sieht er aus dem Bullauge. Der Qualm, der schon mal vor dem Startsignal aus der Rakete zu kommen pflegt tut auch so, als würde die Zeit nicht mehr vergehen. Johnny Ritchek stutzt.
Johnny Ritchek schwitzt. "Jemand hat die Zeit angehalten / langsamer gestellt. Das ist nicht fair! Jetzt muss ich schwitzen, wo ich kurz bevor ich den schweren Astroanzug angezogen habe geduscht habe!"
Auszug aus Johnny Ritcheks Tagebuch: Der Countdown
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15.12.2005
Mäuschengeschichte: "Renovierung"
Da kamen der Igel und das Eichhörnchen. Sie wollten beim Renovieren helfen.
Zuerst machten sie mit einem Spachtel die alte Tapete runter. Das war sehr anstrengend. Der Igel klopfte mit einem großen Hammer und wollte schon mal die neue Tür in die Wand hauen. Da schrie er auf: "Auhhhh!"
"Mensch Igel! Du sollst Dir doch nicht auf den Finger hauen!"
Die Maus und das Eichhörnchen fingen an, die neue Tapete auf die Wand zu machen. Da schrie der Igel schon wieder auf: "Auhhhh!"
"Igel! Pass doch auf!"
Als es Abend wurde waren sie fertig. Die Maus sagte danke zum Eichhörnchen und zum Igel. Die gingen nach Hause, haben noch eine Milch getrunken und sind dann ins Bett gegangen.
Gute Nacht.
Johnny Ritchek in: "Wo denn? Teil 2"
Johnny Ritchek blieb stehen, richtete sich gerade auf - Hand aufs Herz - während er die Nationalhymne summte. Welche das war, wusste er nicht.
"Ja, das ist mir sehr wichtig. Denn ich bin ein alter Entdecker. Ein großer Entdecker. Ich habe schon so viel entdeckt, weiss gar nicht, was alles..."
Tagelang hatte Ritchek versucht herauszubekommen, wo er sich befand. "Die Suche nach dem Wo" nannte er das. "Ich fand, das passt zu diesem Thema."
Das Thema, das dachte er, war ein möglicher Schlüssel, um auf das Wo zu kommen. Konnte irgendwas mit dem Erdenball geschehen sein, das ihn in eine rote Wüste verwandelt hatte?
Folgende mögliche Ursachen dachte er sich aus und schrieb sie in sein Notizbuch:
1. Ein Komet von riesigen Ausmaßen verwüstete die Erde
2. Eine gigantische nukelare Katastrophe verwüstete die Erde
3. Ein ungeheuerer und unnützer Krieg verwüstete die Erde
4. die Theorie stimmt gar nicht, die Wüste ist gar nicht so groß und ich laufe nur im Kreis
Schließlich fand er etwas, was ihm Hoffnung auf eine baldige Lösung seines Problems gab: Ein Fußabdruck.
"Dem Abdruck muss ich folgen und werde im Nu jemanden treffen, der mir sagen kann, was hier los ist." Und Johnny Ritchek lief los. Immer wieder stieß er auf neue Abdrücke, die allerdings von ein und derselben Person stammen mussten.
So kam es, wie es kommen musste: Weit hinten am Horizont sah er die Person, die ebenso wie er durch die rote Wüste irrte.
"Ich habe es mir fast gedacht. Es ist mein alter Rivale Ernst Stratcher. Ihn will ich nicht sehen. Er ist der letzte Mensch, mit dem ich es zu tun haben will - auch hier in der Wüste."
Johnny Ritchek drehte um un ging den gesamten Weg, den er gekommen war zurück.
Johnny Ritchek in: "Wo?" Teil 1
"Wo denn?" Immernoch nicht wusste er, wo er sich befand.
"Dabei ist das Wo doch eines der essenziellen Dinge, welcher sich ein Mensch bewusst sein sollte."
Er ging durch eine schier endlose Wüste aus rotem Sand, rotem Fels. Ab und zu bückte er sich, hob etwas vom Geröll auf und ließ ihn durch seine Finger rieseln. "Nicht wissen, wo man sich aufhält kann einen recht traurig stimmen. Dabei ist der Ort der Existenz nicht so maßgebend wie beispielsweise der Grund. Der eigentliche Grund, wohlgemerkt. Denn es gibt genügend Gründe, die man sich zurecht spinnen kann."
Johnny Ritchek stieg auf eine Anhöhe, um mal zu gucken, welchen Umfang die Wüste hatte. Sein Blick ging bis zum Horizont. Ohne das kleinste Zeichen von menschlicher Zivilisation. "Es ist ein recht einsamer Ort. Ich wäre gerne woanders. Zuhause oder so." Er stieg die Anhöhe wieder herab. "Zuhause könnte ich mir etwas zu trinken nehmen und einfach mal die Seele baumeln lassen." Er dachte kurz nach. "Das kann ich hier aber auch, wenn ich mal vom Trinken absehe."
Ja, er war sehr durstig. Er ließ die Seele baumeln. Dann setzte er sich hin, zog die Schuhe aus, ließ den roten Sand herausrieseln und zog sie wieder an. Ging weiter.
14.12.2005
Johnny Ritchek in: "Der Mond Teil 2"
Er nimmt ein Tuch und putzt sein Teleskop. "Das ist sehr wichtig, den ich will ja noch nächste Woche hindurch gucken." Aus Versehen streift er mit dem Tuch ein kleines Rädchen am selbstgebastelten Stativ des Teleskops, das Gerät verrutscht und zeigt nun nicht mehr den Mond.
Lange sieht Ritchek hindurch. Das Teleskop ist nun auf einen der anderen Balkone gerichtet. Er kann es nicht fassen, was er da sieht. "Es ist mein alter Rivale Ernst Stratcher. Auch er hat ein selbstgebasteltes Teleskop und führt offensichtlich Mondbetrachtungen durch."
Auf dem anderen Balkon steht Ernst Stratcher und schaut durch sein Glas. "Wunderschön! Ich glaube ich sehe einen Himmelskörper."
Stratcher versucht das Gesehene in sein Notizbuch zu zeichnen, doch der Bleistift rutscht ab und die Zeichnung mißlingt.
"Haha, der Dilletant!" ereifert sich Johnny Ritchek. "Kein Wunder, denn der beste Mondgucker bin ich!" Und Ritchek nimmt eine seiner mitgebrachten Bananen und schleudert sie ungeschält in die Richtung des Balkons, auf dem Ernst Stratcher seine Beobachtungen durchführt. Doch die Banane fliegt nicht so weit wie gewollt und fällt in einen großen Busch, wo sie auch hängen bleibt.
Johnny Ritchek in. "Der Mond Teil 1"
Auszüge aus Johnny Ritcheks Notizbuch:
Es ist Nacht. Es ist dunkel. Durch mein selbstgebasteltes Teleskop kann ich den Mond sehen. Er erscheint mir viel größer als in Wirklichkeit, was an der vergrößernden Wirkung der Optik liegt. Das ist eine meiner größten Erfindungen. Das kann ich jedem Astronomen nur empfehlen!
Schon wieder Nacht. Zwischen dieser und der letzten lag nur ein Tag. Morgen soll wieder ein Tag sein. Ich schaue heute lieber nicht durch das Teleskop. Zu unheimlich das alles.
Habe mir vorgenommen, nur einmal in der Woche nach dem Mond zu gucken. Heute ist es wieder so weit. Habe mir zu diesem Anlaß Bretzeln besorgt, die kann ich dabei knabbern.
Diese Woche ist der Mond nicht da. Ausgiebig betrachte ich den schwarzen Himmel. Stelle fest: Da gibt es viele kleine Lichter. Die Sterne. Die hab ich gerne.
Der Mond war wieder da. Habe beleidigt getan und verkehrt herum durchs Teleskop geblickt. War auch nicht ohne.
Habe das wechselnde Erscheinungsbild meines Mondes "Mondphasen" genannt. Nun kann ich genau berechnen, welche Form er in welcher Woche haben wird. Mit meinen physik-mathematischen Fähigkeiten kann ich noch mehr berechnen: Z.B. gibt es mal mehr mal weniger Meer, ich weiss nicht warum, aber nächste Woche ist wieder mehr da.
Habe mir das Auge heute weh getan, irgendwie bin ich zu dicht ans Teleskop gekommen
08.12.2005
Johnny Ritchek in: "Die Welt Teil 2"
"Eigentlich hasse ich Salzwaffeln. Und Wein ist imemr so schnell alle."
Der Planet unter ihm drehte sich unentwegt. Er hört niemals auf damit, was Ritchek sehr bewunderte. "Diese Ausdauer, diese Kontinuität!" Und er wünschte sich, manch anderer würde es ebenso handhaben. "Doch es gibt Leute da unten, die fangen was an und bringen´s niemals zu Ende."
Das einzige, das ihn störte war, das man die Planetendrehung nicht zurückspulen konnte. "Da gibt es Stellen, die würde ich gerne nochmal sehen. Und eine Umdrehung später haben sich die Stellen ja schon wieder verändert."
Johnny Ritchek in: "Die Welt Teil 1"
Ritchek betrachtete noch eine Weile den blauen Planeten.
"Ich weiss nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist," vertraute er sich den Lesern an, "aber diese Welt, die sich da unter mir auftut ist ja auch noch rund. Kugelrund!"
Er kam aus dem Staunen nicht heraus. "Da habe ich wohl die letzten Male gar nicht so richtig hin geguckt..."
Und nach einer Pause fuhr er fast ungläubig fort: "Du meine Güte! Der Mond ist ja auch rund! Eigentlich sind alle Himmelskörper rund! Naja fast."
Johnny Ritchek schlief kurz darauf ein - soviel unfassbares, den Kosmos betreffend war erst mal zu viel für seine kleine Seele. ("Außerdem habe ich gestern ganz schön gelumpt und bin vollkommen fertig!"
Bei der folgenden Aufstellung handelt es sich um die Reihenfolge der favorisierten Farben von Johnny Ritchek (Übertrag verboten!):
- Rot
- Gelb
- Grün
- Orange
- Violett
- Grau
- Saufarben
- Blau
07.12.2005
Mäuschengeschichte: Der Marder
Da kommt der Marder vorbei und fragt: "Was machst´n Du da, Maus?" "Ich suche nach Körnern und Nüssen, weil ich Hunger habe." antwortet die Maus. Der Marder sagt: "Hunger habe ich auch." Dabei lacht der Marder ganz komisch.
Aber die Maus hat schon begriffen und sagt: "Du willst mich nur fressen, Marder! Geh bloß weg!"
Da geht der Marder wieder, ohne dass er die Maus gefressen hat. Die Maus freut sich, dass der Marder sie nicht gefressen hat und findet ein paar Körner und Nüsse, die sie essen kann.
Gute Nacht!
01.12.2005
Johnny Ritchek im: "Wetterleuchten"
Johnny Ritchek schlug also mit seinem Pickel auf mehrere steinernde Grabtafel ein, um zu sehen, wie sie sich verhalten, als sich der dunkle Himmel zu verfärben begann. "So etwas habe ich noch nie gesehen!" staunte er, was gelogen war, wie wir wissen (siehe "Johnny Ritchek in: Die Sternschnuppen Teil 1" vom 3.11.2005).
Was er sah war ein sogenanntes Wetterleuchten. Ein Phänomem, das in den nördlichen Ländern häufig vorkommt. "Die physikalische Erklärung ist recht einfach: Immer wenn die Elektronen der Farbe Rot und der Farbe Blau in der Atmosphäre aufeinander treffen findet eine magnetische Aufladung derselben statt. Die Farb-Atome stossen sich ab, um sich gleich darauf wieder anzuziehen. Das findet unter großem Getöse und Geflatter statt, doch die wenigsten Menschen haben dergleichen je gesehen. Ich weiss so etwas, denn ich bin schlau."
Nur wenige Kilometer entfernt an einer anderen Grabstätte hatte ein ebenfalls berühmter Archäologe namens Ernst Stratcher eine ebenso plausible Erklärung für den Vorgang am Himmel: "Hier spielen die Temperaturen in der Atmosphäre eine große Rolle. Es treffen Heiss und Kalt aufeinander. Doch statt einem fürchterlichen Gewitter tragen die Urgewalten der Natur ihre Spannungen in einem wunderschönen Farbenspiel aus, das schon Künstler vieler Epochen zu ihren bunten Bildern inspiriert hat."
Johnny Ritchek ärgerte sich über seinen altklugen Rivalen und hängte die Archäologie an den Nagel. "Hat mir sowieso keinen Spaß gemacht, im Dreck zu wühlen. Das kann ohnehin jedes Kind viel besser."
30.11.2005
Johnny Ritchek in: "Kornkreise Teil 2"
Johnny Ritchek erwachte mitten in der Nacht. Er blickte auf seine Armbanduhr. Die war stehen geblieben. Er betätigte seine Taschenlampe. Die ging nicht an. Er wollte von der fatalen Situation ein digitales Foto machen. Die Kamera zeigte nur Schlieren und Farbflecken.
Johnny Ritchek schreckte auf: Ein Geräusch von umfallendem Korn. Er stand auf. In der Ferne - etwa 30 Meter entfernt stand ein leuchtendes Objekt, ungefähr 50 Meter lang und 10 Meter hoch. Das blinkte in grünen und gelben Farben. Mutig wie Ritchek war ging er darauf zu. Immer wieder probierte er Fotos zu machen und in sein Tonbandgerät zu sprechen, doch beide Apperate waren wie tot.
Das U.F.O summte vor sich her. Fest stand auf alle Fälle, dass es nicht über dem Kornfeld schwebte und nicht mit seinen Antriebsdüsen bizarre Muster ins Feld gravierte.
Plötzlich stolperte er. "Wer spannt denn mitten im Feld ein Seil?"
Ein Nichtirdischer starrte ihn mit seinen großen schwarzen Augen an, hatte seine Sense in der Hand, die war ans Seil gebunden. Das andere Ende des Seils hing an einem Stab, der im Zentrum eines neuen Kronkreises steckte.
"Ja," gab der Nichtirdische zu, "Die Kornkreise stellen wir her. Nicht mit dem Raumschiff, sondern per Hand. Auch wir müssen Treibstoff sparen!"
Johnny Ritchek betrachtete den Kornkreis. "Und was bedeuten die Muster?"
Der Nichtirdische blickte sich um. "Die haben keine Bedeutung. Wir Nichtirdischen wollen einfach nur Remmidemmi machen. Dass diese Zirkeleien Muster ergeben ist eben so." Und er fuhr fort, seinen Kornkreis zu vollenden.
Johnyn Ritchek ging nach Hause und trug eine mittelschwere Erkältung mit sich, der Schlafsack war scheinbar doch nicht so warm, wie der Verkäufer behauptet hatte.
Johnny Ritchek in: "Kornkreise Teil 1"
"Ich glaube nicht daran, dass Kornkreise von Nichtirdischen hergestellt werden - die gibt es bekanntlich nicht." überlegt er. "In der Tat kann man Kornkreise einfach manuell und vor allem irdisch herstellen."
Man brauche dazu lediglich einen langen Stab, ein recht langes Seil und eine Sense. Alles aneinander gebunden habe man schon das wichtigste Werkzeug, um einen Kreis abzuzirkeln. "Das muss natürlich nachts stattfinden, damit´s keiner sieht!" Und fertig sei ein mystisches Zeugnis von fremder Technologie, über das sich Ufologen, Theologen und Mythologen getrost die Köpfe zerbrechen können, während man selbst den nächsten Tag verschlafen könne, weil man ja in der Nacht schwer geschuftet hat.
"Leidtragender ist immer der Bauer, dem das Kornfeld gehört. Er kann einen Teil seiner Ernte vergessen und muss es ertragen, dass Ufo-Touristen noch Monate nach dem Vorfall das Unerklärliche in seinem Feld suchen."
Johnny Ritchek war nun angekommen in einem Feld und er befand sich in der Mitte des sogenannten kosmischen Abdruckes. "Mit der Digitalkamera will ich beweisen, dass hier keine elektromagnetsichen Spannungen herrschen: Einfach ein Foto machen um darauf zu erkennen, dass die Digitaltechnik erfolgreich ablichten kann - ohne Schlieren oder Farbflecken auf dem fertigen Bild."
Außerdem wartete er eine Nacht im Feld ab, ob eventuell Ufos oder dergleichen ankommen, weil aich hier ein vermeintlicher Weltraumbahnhof befindet.
Eingemummelt in seinem warmen Schlafsack schlief Ritchek allerdings sofort bei Anbruch der Nacht ein.
24.11.2005
Johnny Ritchek im: "Vulkan"
"Größenwahnsinnig?" lachte Ritchek, "Eher ein kleines bißchen mutiger als die anderen Menschen." Auch er hatte einen Helm auf. Da sein Unternehmen aber noch nie dagewesen war und er improvisieren musste handelte es sich bei dieser Sicherheitskopfbedeckung um einen umgebauten Motorradhelm. "Einfach eine Taschenlampe drangeschraubt, einen Funkempfänger auf Ohrhöhe und ein Geheimfach für Süßigkeiten."
Der Plan war ebenso waghalsig wie größenwahnsinnig: In einer kleinen Metallkapsel festgeschnallt wollte sich Johnny Ritchek von einem Kran in das Innere eines aktiven Vulkans fallen lassen. "Nur um zu sehen, was da drin so los ist." kicherte Ritchek.
Der Mechaniker schüttelte immer noch seinen Kopf. "Es gibt soviele Möglichkeiten, die Aktivitäten eines Vulkans zu erforschen. Die Seismologie braucht überhaupt keine Kamikaze-Unternehmen um an Ergebnisse zu kommen!"
"Wir wollen den Vulkan aber ein klein wenig überraschen. Er wird erst spät bemerken, dass ich in seinem Inneren bin und somit wahrscheinlich weitaus mehr Dinge preisgeben, als die Seismologie jemals hatte herausfinden können." antwortete Johnny Ritchek.
Der Mechaniker schüttelte immer noch seinen Kopf. Naja, ihm konnte nichts passieren, er musste nur den Kran bedienen, der Ritchek wohl ins Verderben stürzen würde - im wahrsten Sinne des Wortes.
"Bitte fangen Sie endlich an!" wies ihn Johnny Ritchek an, während er feierlich seinen Helm aufsetzte. Der Mechaniker ging zum Kran und kletterte sich innerlich immernoch gegen diese Vergeudung von menschlichem Leben sträubend die Leiter hinauf. Er hatte die Kanzel noch nicht erreicht, als er Johnny Ritchek bitterlich schreien hörte.
Ritchek starrte auf die Spitze des Vulkans, wo ein anderer Kran eine andere Kapsel gerade ins Bodenlose fallen ließ.
"Da ist uns wohl jemand zuvor gekommen." meinte der Mechaniker. Ritchek zog seinen Helm aus. "Das war Ernst Stratcher - ein alter Rivale von mir. Nun ja. Soll er doch. Diesen Sturz kann kein Mensch überleben! Aber so war Stratcher: von je her größenwahnsinnig und bescheuert."
Etwas traurig betrachtete Johnny Ritchek seinen tollen Helm. "Aber mir fallen schon einige andere Unternehmen ein, bei denen ich ihn brauchen werde!"
23.11.2005
Schweinchenstory: "In der Küche"
Auf dem Bauernhof lebte ein Schweinchen im Schweinestall mit noch drei anderen Schweinen zusammen. Das Schweinchen hatte immer Hunger und konnte nie genug fressen, wenn die Bäuerin Schweinefutter in den Futtertrog schüttete.
Eines Tages stand die Tür zum Schweinestall offen und das Schweinchen bügste aus. Niemand hatte es gesehen, als es über den Bauernhof schlich. Als es sah, dass die Tür zum Bauernhaus ebenfalls offen stand traute es sich sogar ins Haus hinein.
Es fand den Weg in die Bauernküche ganz von allein. Dort roch es fantastisch. Da kam jemand in die Küche!
Es war der Hund, der eigentlich immer angekettet in seiner Hundehütte leigen muss. "Was machst Du denn hier?" fragt der Hund. "Nichts." sagte das Schwein. "Ich rieche nur die leckeren Sachen in der Küche: Wurst und Käse und Nudeln und Nachttisch und Schoko und Äpfel und Birnen und Kekse und Plätzchen und Fleisch und Ketchup!"
Der Hund nickte. "Ja, das rieche ich auch alles." Und das Wasser lief ihnen in den Mündern zusammen.
Da kam wieder jemand in die Küche!
Es war der Bauernjunge, der Sohn von der Bauernfamilie. "Was macht Ihr denn da?" "Nichts." sagten das Schwein und der Hund. "Wir riechen nur die leckeren Sachen in der Küche: Wurst und Käse und Nudeln und Nachttisch und Schoko und Äpfel und Birnen und Kekse und Plätzchen und Fleisch und Ketchup!"
Da machte der Junge alle Schränke und Schubladen auf und das Schwein und der Hund konnten von allem fressen, was sie gerochen haben: Wurst und Käse und Nudeln und Nachttisch und Schoko und Äpfel und Birnen und Kekse und Plätzchen und Fleisch und Ketchup!
Das war vielleicht gut!" So etwas hatten sie noch nie gefressen!
Da kam schimpfend die Bäuerin rein! Was sich der Junge dabei nur gedacht hatte, jetzt hätten die Bauern nichts mehr zu essen! Die Bäuerin schimpfte noch eine Weile mit dem Jungen und sperrte das Schwein wieder in den Schweinestall und band den Hund wieder an der Hundhütte fest.
"Macht nichts, " dachte sich das Schwein. "Es hat sich auf jeden Fall gelohnt! So ein feines Fresschen..."
Johnny Ritchek in: "Der Molekularstruktur"
Johnny Ritchek befindet sich heute in einer solchen Molekularstruktur und weiss: "Ich darf mich natürlich nicht so benehmen wie im Porzelanladen meiner Tante." (hierbei sollte man wissen, Miss Ritchek hatte ihren Porzelanladen nur sehr kurz, solange, bis ihr kleiner Neffe zu Besuch kam und in einer Kettenreaktion von Ereignissen sämtliche Einrichtungsgegenstände herunterriss, oder wenigstens dazu veranlasste herunter zu fallen.)
So schleicht sich Ritchek vorsichtig durch die kleinsten aller Teilchen, beobachtet, bestaunt und macht sich Notizen. "Für die Daheimgebliebenen. Immerhin möchte ich gerne darüber referieren, was ich hier bemerke." Kurz überlegend schweift sein Blicke in die Ferne des Mikrokosmos. "An einer netten Universität mit S-Bahn-Anschluss und Aussicht ins Grüne."
Ein Teilchen kommt vorbei, schwirrt um unseren Protagonisten herum, hat so etwas noch nie gesehen und verschwindet wieder. "Natürlich wäre das Referat nicht sehr lang und nicht langweilig. Ich möchte gerne unterhaltend Wissen vermitteln."
Langsam wird es kühl - auch für einen Haudegen wie Johnny Ritchek und er wünscht sich, er hätte sich gemerkt, wie er in diese Molekularstruktur gelangt war. Um daraus Schlüsse zu ziehen, wie er sie wieder verlassen könne. "Habe nämlich den Schal vergessen.."
Bild 1 zeigt eine Molekularstruktur, die im Begriff ist, sich ebenfalls etwas warmes anzuziehen. Einen grünen Schal oder ähnliches
Bild 2 geht näher in die Struktur hinein und beleuchtet Flecken von Tomatensosse auf dem grünen Schal der Struktur
17.11.2005
Johhny Ritchek in: "Reise zum Mittelpunkt der Welt Teil 3"
Die Männer des Teams waren ganz froh den selbsternannten Leiter der Expedition los zu sein. "Immerhin hat er kein einziges mal mit angepackt!" berichtete einer der Forscher. Das Team hatte sich auch ganz gut ohne Johnny Ritchek voran gearbeitet, hatte die 1000-Meter-Marke passiert und stand kurz vorm sagenumworbenen Erdkern.
Ritchek fand keinen Diamant und keinen Edelstein. "Nur Dreck." jammert er. "Dreck gibts auch oben auf der Oberfläche." Er zeigt mit dem Spaten in die erwähnte Richtung, sieht das Licht und beginnt betöhrt nach oben zu laufen.
Johhny Ritchek in: "Reise zum Mittelpunkt der Welt Teil 2"

Die Männer beschwerten sich auch nicht. Sie waren stark und belastbar - viel mehr als Johnny Ritchek, der sich schonen musste, weil er schon nach 10 Meter Tiefe anfing zu schwächeln und von da ab die Aufseher-Rolle übernahm. "Ich hatte ohnehin nichts besseres zu tun. Schließlich bin ich kein geschultes Personal."
Bei 600 Metern fragte der dritte Forscher, wie lang es noch sei, bis zum Erdkern. Ritchek antwortete knapp, dass er das nicht wisse, er sei ja kein Fachmann. Aber man werde schon sehen, wenn man das Ziel erreicht habe.
Kurz darauf kam einer der fleissigen Forscher mit einem seltsam aber schön glitzernden Stein zu Johnny Ritchek. "Ein Edelstein. Davon gibt es hier unten nicht wenige." erklärte er und warf ihn fort. "Immerhin haben wir ein Reiseziel. Wenn wir jetzt anfangen, Reichtümer zu sammeln kommen wir nie an."
"Aber wir könnten die Expedition finanzieren, wenn wir ein paar solcher Klunker behielten." gab der Forscher zu bedenken.
"Sie haben recht," meinte Ritchek. "Diese Reise ist noch nicht bezahlt (keiner der möglichen Finanziers glaubte an den Erfolg der Mission!)."
Und Ritchek begann, den fortgeworfenen Stein zu suchen. Dabei entfernte er sich von seinen Mitstreitern. Er entfernte sich soweit, dass er gar nicht bemerkte, wie er sich in einem Nebentunnel immer mehr von der Gruppe wegbewegte.

Johnny Ritchek in: "Reise zum Mittelpunkt der Welt Teil 1"
Gemeinsam mit einer Gruppe waghalsiger und gestandener Männer gräbt er sich mit Hilfe von modernster Technik in den Boden, um den legendären Erdkern zu erforschen.
"Mr. Ritchek, was sollen wir mit großem schweren Gefels tun?" fragt ihn einer der Forscher. "Sprengen Sie, was zu groß für Ihre Bohrmaschine ist!" lautet die Antwort. Ein anderer Forscher mosert herum: "Die kleinen Hebel des Baggers sind zu klein für meine globigen Pranken." Auch hier weiss Johnny Ritchek Rat: Er bittet einen kleineren, zierlicheren Forscher, den Bagger zu bedienen, der passe besser hinein.
Und so graben sie sich schnurstracks nach unten. "Ohne zurück zu sehen! Denn das wäre fatal." erklärt Johnny Ritchek. "Wer zurück blickt sieht nur das sonnige Tageslicht und will vermutlich zurück."
So geschah es mit einem besonders dummen Forscher. Der drehte sich um, weil er meinte, etwas verloren zu haben beim Bücken, eine Taschenlampe oder das Päckchen mit den Taschentüchern. Der sah am Ende des Tunnels das Licht und lief geradewegs hin. "Der war gefeuert!" schimpfte Ritchek. "Der war unproffessionell, so etwas kannste hier unten nicht gebrauchen."
Und hier noch die Liste der Erfolge, die Johnny Ritcheks Team bisher verbuchen konnte:
- 100 m tief gegraben
- 150 m tief gegraben
- 300 m tief gegraben
- 50 m zurück und Umweg gegraben wegen Granitfels - den kannste nicht sprecngen
- 473 m tief gegraben
10.11.2005
Johnny Ritchek am: "Meer"
Noch Tage nach diesem Treffen suchte er die Meeresbewohner auf, wobei er seinen Wortschatz etwas aufstocken konnte. Doch so ganz tiefgründige Gespräche kamen nicht zustande. „Ich glaube, sie wollten mit mir über die Quantenphysik sprechen, doch ich konnte meine Theorien darüber nicht genau vermitteln.“ So blieb es bei den allgemeinen Themen über das Meeresklima, das Wetter und die vermutlichen Absteiger der laufenden Saison.
09.11.2005
"Tiere"
(Idee für einen Sci-Fi-Film)
Eine außerirdische Rasse auf ihrem Beutezug durch die Galaxis. Die Aliens sind absolut fremdartig, was sowohl die Optik, ihre Handlungen als auch ihre Sprache betrifft. Die Zuschauer erhalten keine Chance das Alienverhalten zu verstehen oder nachzuvollziehen.
Die Aliens "ernten" fremde Welten bzw. deren Bewohner ab. Sie sind grausam und zu keinen der uns bekannten Emotionen fähig. Lediglich ihr eigenes Fortbestehen liegt in ihrem Interesse. Und ist auch die einzige Motivation, die sie veranlasst hat, auf technischem Gebiet derartig weit zu gedeihen (Raumschiffe etc.)
Die Bevölkerung einer der Welten, die von den Aliens heimgesucht wird ist süß. Meinetwegen kleine knuffige Pelzwesen mit niedlichen Äuglein, die auch den einen oder anderen "Trick" draufhaben.
Hier zeigt sich ganz deutlich die Brutalität der Aliens. Ihre todbringenden Maschinen pflücken unsere Pelzfreunde förmlich vom Boden ab. Es findet reine Grausamkeit statt.
Eines der Pelzwesen entkommt den Zahnrädern des Todes. Es kann sich auf dem Raumschiff befreien und erhält die Chance, seinem fröhlichem Vol zum absoluten Sieg gegenüber der meuchelmordenden Aliens zu verhelfen. Doch angelockt von den Düften der Alienvorratsklammern nistet es sich in dieser ein, um soviel fressen zu können, wie es noch nie gefressen hat.
Johnny Ritchek auf: "Großer Reise" Teil 2
"Astronaut Ritchek - können Sie mich hören?"
"Klar, sonst ist ja nichts los."
Johnny Ritcheks Aufregung hat sich wieder gelegt. Immerhin dauert so ein Raketenflug recht lange und es passiert die ganze Zeit nichts, außer dass das Sternenschiff steigt und steigt dem Himmel entgegen. Dass es vom Kurs abgekommen ist, das tut Johnny Ritchek sehr leid, das hat er nicht gewollt. "Ist nun aber nicht zu ändern. Was passiert ist, ist passiert, da wollen wir nicht herum jammern, da müssen wir unseren Mann stehen. Müssen wir eben das beste aus der Situation machen." Und so blickt er mutig voraus, wohin ihn sein neuer Kurs auch immer bringen wird.
"Sie verlassen bald die Funkreichweite. Durch Ihr eigenes Verschulden werden Sie tatsächlich der erste Mensch sein, der so weit von der Erde entfernt ist. Herzlichen Glückwunsch!"
Ritchek ist glücklich. "Och, danke! Aber das ist ja nicht nur mir zu verdanken. Viele haben bei dem Projekt geholfen, nicht wenige haben sich recht viel Mühe gegeben. Und nicht zu vergessen die Unsummen von Geldern, die diese tolle - aber teure Rakete verschlungen hat!"
Der Mann im Kontrollzentrum, der den Funkkontakt versucht aufrecht zu halten hört Ritchek bereits nicht mehr. "Wir bauen schon eine neue Rakete, die Ihr eigentliches Missionsziel erreichen soll. Sein Sie uns nicht böse, aber -" Und hier brach der Kontakt ganz ab, das war das letzte, was Johnny Ritchek von der Erde hörte. "Macht nichts! Schließlich habe ich auch für solche Fälle vorgesorgt und mir Tonaufnahmen vom Kontrollzentrum, aber auch von Radiosendungen mitgenommen.Die kann ich mir in aller Ruhe anhören und fühle mich nicht allein!"
Im Inneren der stolzen Weltaumrakete besteht alles aus modernster Technik. Und so hat Johnny Ritchek auch das modernste Audiomedium, welches es gibt mitgebracht - einen winzig kleinen Datenchip. "Auf den aber Abermillionen von Gigaterrabyte Musik passen. Darauf bin ich sehr stolz. Wo ist denn aber nur das Abspielgerät?"
Die Stille des Weltalls genießend fliegt Johnny Ritchek in der eleganten Rakete ohne richtiges Ziel und in der Hoffnung irgendwann einmal jemanden zu treffen, der ihm zu sagen vermag, wo der Rückwärtsgang ist.
Johnny Ritchek auf: "Großer Reise" Teil 1
"Ich werde meine Heimat von oben sehen und meinem Chef auf den Kopf spucken können!"
Johnny Ritchek ist heute wirklich guter Dinge. Solch eine große Reise hatte er sich bekanntlich schon immer gewünscht. "Anteil haben an den wirklich großen Entdeckungen der Menschheitsgeschichte. Dabei sein und nicht nur darüber lesen."
Die künstliche Stimme des Computers, die die Zahlen herunter zählt kommt bei "null" an und Johnny Ritchek vernimmt das heftige Grollen der Motoren und Antriebe seines Raumschiffes. Ohne es zu sehen weiss er, dass ausserhalb der schützenden Metallhülle das Feuer wütet, um den nötigen Schub herzustellen, der gebraucht wird, um die Kräfte der Erdanziehung zu überwinden. Da sieht Ritchek durch sein Bullauge, wie die Raktete tatsächlich aufsteigt dem Himmel entgegen.
Unser Astronaut ist plötzlich sehr aufgeregt. "Immerhin bin ich der erste Mensch, der im Weltraum sein wird!", was nicht so ganz stimmt, aber Johnny hippelt so fröhlich auf seinem Pilotensitz hin und her - da wollen wir nicht widersprechen.
Die Gravitationskräfte drücken ihn in seinen Sitz und dennoch hüpft Ritchek immer mehr. Vor Aufregung und Glück. Da kommt auch schon der Funkspruch vom Kontrollzentrum: "Ritchek, bleiben Sie mal still sitzen, die ganze Rakete wackelt ja schon hin und her." Doch der kann nicht still sitzen bleiben, während all das All immer näher kommt. "Es kann mich ja genauso wenig erwarten wie ich es!" weiss Ritchek.
Der Mann im Kontrollzentrum kann nichts machen. Die teure Rakete triftet vom vorgesehenen Kurs ab, wie eine Banane erscheint ihr Feuerschweif. Erinnerungen an all die bösen Raumschiffskatastrophen werden wach. Die Techniker an ihren Kontrollmonitoren wischen sich schon die Tränen aus den Augen, der Pressesprecher formuliert innerlich schon die treffensten Mitteilungen für die Öffentlichkeit. Plötzlich horchen alle kurz auf, weil dramatische Musik einsetzt. Aber nur kurz, denn die Musik ist in einem solchen Moment normal und sie lassen sich auch nicht von der langsamen Filmblende stören, die diese Episode beendet.
03.11.2005
Johnny Ritchek in: "Die Sternschnuppen Teil 2"
Der Himmel ist nun von grüner Farbe. Keine Sternschnuppen sind zu sehen. "Und das in der großen Nacht der Sternschnuppen!"
Johnny Ritchek steigt vom Autodach und läuft ein paar Meter. "Auch, weil mir die Beine etwas eingeschlafen sind."
Er denkt über die eigentümliche Himmelsfärbung nach. "So etwas ungewöhnliches passiert immer mir."
Er hebt einen Stein vom Boden auf und schleudert in in den Himmel. Der Stein fällt zu Boden. "Irgendwie hatte ich erwartet, dass der Stein sich entgegengesetzt zu den Naturgesetzen verhält. Dass er viel weiter hinaufsteigt, schließlich einen Feuerschweif bekommt, um dann in der Stratosphäre zu verglühen." Er schüttelt den Kopf. "Aber nichts dergleichen. Es ist alles so, wie es immer ist in der großen Nacht der Sternschnuppen."
Johnny Ritchek schlendert ein wenig enttäuscht zum Auto zurück und hebt seine Wunschliste auf. Liest sie. Dann wieder Kopfschütteln. "Der Wunsch mit dem Lack für das Autodach ist hinfällig. Ich war so vorsichtig, dass es keinen Kratzer gegeben hat."
Und tatsächlich funkelt der bestehende Lack auf dem Autodach freundlich und glitzernd in der großen Nacht der Sternschnuppen.
Johnny Ritchek in: "Die Sternschnuppen Teil 1"
"Die Sternschnuppe ist mir schnuppe!"
Trotzdem lauert Johnny Ritchek in der großen Sternschnuppennacht auf einem Autodach und hält Ausschau nach den Himmelskörpern. "Es ist ja nicht so, dass ich astronomisch interessiert wäre. Aber es heisst ja, sieht man eine Sternschnuppe darf man sich etwas wünschen." Johnny Ritchek hat eine lange Liste mit Wünschen dabei:
- reich
- berühmt
- hübsch
- mutig
- noch reicher
- nicht so schüchtern
- etwas weniger klug (weil diese ungeheuerliche Klugheit manchmal eine Belastung darstellt. Naja, vielleicht diesen Wunsch wieder streichen)
- neuer Lack für den Besitzer des Autos, auf dem ich gerade sitze
- mehr Sternschnuppen
Plötzlich tut sich der Himmel über ihm auf, wird rot und Blitze knallen Ritchek um die Ohren.
"Die rote Farbe gefällt mir. Die Blitze finde ich überflüssig." kommentiert er. "Wobei ich überhaupt nicht begreife, was das zu bedeuten hat." Johnny Ritchek schaut auf seine Wunschliste, ob er sich diesen Himmelszustand vielleicht irrtümlich gewünscht hat. "Nee, das muss sich jemand anderes ausgedacht haben." Und er sieht sich um, ob noch jemand auf einem Autodach sitzt und sich Dinge wünscht.
Mausgeschichte: "Mit Frosch auf dem See"
Die Maus klopfte an die Tür. Der Frosch machte auf. "Hallo Frosch! Ich war gerade in der Gegend und dachte mir, ich besuche mal meinen alten Freund den Frosch."
"Hallo Maus."
Beide beschlossen mit dem Ruderboot auf den See zu fahren. Als erstes begegnete ihnen die Ente, die einen Stein verschluckt hatte (und deshalb nicht richtig sprechen konnte). "Hallo Ente!" sagten sie. Die Ente: "Dlll dlll!" "Möchtest Du mitfahren, Ente?" "Dlll dlll." "Schade, dass Du nicht sagen kannst, was Du willst."
Sie fuhren weiter und sahen den Fisch im Wasser. Der sagte nur: "Blubb!"
Sie fuhren zum anderen Ufer und wieder zurück, wobei sie nochmal den Fisch und die Ente, die einen Stein verschluckt hatte trafen. Als sie wieder an der Hütte vom Frosch anlegten war es schon spät. So ging die Maus nach Hause in ihr Mauseloch und der Frosch legte sich in seiner Hütte ins Bett.
Gute Nacht!
02.11.2005
Johnny Ritchek im: "UFO-Inneren"
Doch Ritchek kam überhaupt nicht dazu, seinen Entführern seine Standpunkte vorzubringen. Die fingen ohne zuzuhören sofort an, Schläuche an ihm zu befestigen, Elektroden - an spitzen Nadeln befestigt - durch seine Haut zu stecken und ihm Fragen über seinen Stoffwechsel zu stellen.
Als sie mit ihm fertig waren gaben sie ihm ein Schriftstück, das er unterschreiben sollte. Doch Johnny Ritchek weigerte sich schlicht. "Ich weiss ja noch nicht einmal, was ich unterschreiben soll. Diese Schriftzeichen kenne ich nicht, das kann ich nicht lesen." Doch die außerirdischen Entführer verstanden nicht, was er bemängelte und drängten ihn, seine Unterschrift unter das Papier zu setzen. Nun wendete Ritchek einen Trick an. Auch er schrieb in einer unbekannten Schrift. Er lachte: "Sollen die doch damit machen, was sie wollen. Rechtlich belangen weden sie mich nicht können."
Doch die Außerirdischen fingen nur an zu lachen und nickten hocherfreut über Ritcheks Unterschrift.
Fröhlich verabschiedeten sie ihn und entließen ihn wieder auf seinen Planeten in seinen täglichen Trott.
Johnny Ritchek in: "UFO"
Die Polizei sei allweil und ständig desinteressiert, was solche Phänomeme betreffe. Die Menschen von der Straße und die normalen Passanten hätten für derartige Dinge gar keine Zeit. Die strömten von einem Ort zum anderen ohne stehenzubleiben, geschweige denn einmal in den Himmel zu gucken. "Dabei gibt es dort oben herrliche Dinge zu sehen!" so unter anderem eben ein UFO.
Johnny Ritchek entschied sich für die einzige Möglichkeit.
"Hallo UFO!" schrie er denn nach oben. Das Flugobjekt verharrte auch sofort in seinem geraden Flug. "UFO, ich muss Dich melden!" Das Objekt verharrte noch immer, schlackerte kurz mit einem Stück seiner Außenhülle, was wie das kurze Aufleuchten eines imaginären Fragezeichen anmutete, was wiederrum Johnny Ritchek als Aufforderung vorkam, weiterzusprechen und zu erklären.
"UFO, irgend jemandem muss ich das doch erzählen. Und sonst hört keener zu."
Das UFO setzte seinen geraden Flug fort, als sage es: "Ja ja, mach Du nur. Aber ich habe gar keine Zeit, ich muss von einem Ort zum anderen ohne stehenzubleiben, geschweige denn einmal zu Boden zu gucken."
Nachdenklich setzte Ritchek seinen Weg ebenfalls fort. Einerseits war er erfreut, die Erscheinung entdeckt zu haben. Auf der anderen Seite hatte er rein gar nichts davon gehabt. Und so schwor er sich, nicht mehr in den Himmel zu sehen.
"Auf dem Boden sind die Dinge sowieso fassbarer. Und nebenbei: Eine Ameise braucht man nicht melden. Oder? Na ja, vielleicht einige von ihnen..."
27.10.2005
Johnny Ritchek in : "Eigenartige Kiste Teil 2"
Schneller wollten sie es jedoch nicht fliegen lassen. "Die Geschwindigkeit unsere Satelliten stimmt genau überein mit den vorgegebenen Werten, die einen Orbitflug ermöglichen." stellte der wissenschaftliche Leiter des Projektes sachlich fest.
"Stümper!" schmollte Ritchek wieder hinter dessen Rücken. "Wahrscheinlich kann dieser jämmerliche Sputnik gar nicht schneller fliegen."
Großspurig ging Johhny Ritchek zum großen Monitor, dass ihn alle sehen konnten und begann eine Ansprache: "Sehr geehrte Wissenschaftler. Ich weiss, dass sie sehr stolz auf ihr Gerät sind, dass wohl wirklich ein Wunderwerk der Technik ist. Ich möchte hiermit nur ankündigen, dass ich auch so einen Satelliten bauen werde. Meiner wird natürlich größer und besser als der Ihre und mit Sicherheit viel viel schneller!"
Die Damen und Herren an ihren Kontrollmonitoren und Rechnern beachten Johnny Ritchek gar nicht. Und so ging er ein bißchen an die frische Luft und blinzelte verstohlen zum Himmel, konnte den Satelliten aber nicht entdecken.
Johnny Ritchek in : "Eigenartige Kiste Teil 1"
Alles Fragen half nicht, keiner der Anwesenden konnte oder wollte ihm Auskunft geben.
"Eine Geheimnis. Das ist klar." merkte Johnny Ritchek an. "Dennoch brenne ich vor Neugier. Dass mir keiner verrät, was es mit diesem Ding auf sich hat find´ ich gemein."
Aus Trotz setzte sich Johnny Ritchek auf den Fußboden um zu schmollen. Die Anwesenden, die überaus beschäftigt zu sein schienen mussten jedesmal, wenn sie an ihm vorbei wollten einen Umweg laufen. "Das geschieht ihnen recht!", meinte Ritchek.
Plötzlich kam Rauch aus der Kiste, sie hob vom Boden ab und flog auf nimmer Wiedersehen in den Himmel.
"Ein Satellit - das habe ich mir schon gedacht. Ich wollte nur mal sehen, ob die Anwesenden es auch wussten." nickte Ritchek triumphierend.
20.10.2005
Eichhörnchenstory: Auf dem Land
Schließlich holte die Katze einen Ball und sie konnten damit spielen. Anschließend hat die Bäuerin dem Eichhörnchen den Traktor gezeigt. Da hat sich das Eichhörnchen aber gefreut!
"Aber leider ist er kaputt." meinte die Bäuerin. Das Eichhörnchen sagte: "Aber den kann ich doch reparieren! Haben Sie mal einen Schraubenzieher und einen 16er-Schlüssel?"
Und das Eichhörnchen machte sich daran, den Traktor zu reparieren. Das Rad war kaputt. "Haben Sie ein Ersatzrad?"
Ja, das hatte die Bäuerin. Nur es war so groß, das musste dann der Bauer holen. Der freute sich sehr, dass das Eichhörnchen des Traktor reparierte.
Als das Eichhörnchen fertig war fuhr der Bauer mit dem Traktor das Eichhörnchen und die Eichhörnchen-Oma nach Hause. Dipdipdip den Baum hoch und "Tschüß, Bauer!" gerufen. Dann gab es noch eine warme Milch, bevor das Eichhörnchen ins Bett ging.
Gute Nacht!
Johnny Ritchek in: "Atom"
Johnny Ritchek führte einer seiner großen Forschungsreisen in ein berühmtes Atomkraftwerk. Er durfte alles besichtigen, was ihn interessierte. "Nur, was interessiert mich?" fragte er sich.
Der Leiter der Anlage wusste das auch nicht und so zeigte er ihm die Verbrennungsöfen. "Hier wird der Strom erzeugt." wusste der Leiter stolz zu berichten. Ritchek stutzte: "Mit Feuer?" "Ja, mit Feuer." antwortete der Leiter. "Wir verbrennen hier Holzkohle, damit die Menschen Strom haben." Ritchek sah ihn erstaunt an. "Aber ich denke, Sie erzeugen Strom mit Atom?" "Heuer nicht mehr." Und sehr geheimnisvoll fügte der Leiter des Atomkraftwerkes hinzu: "Denn wissen Sie, das Wort Atom steht für die eigene Gefahr, die es verbreitet. Nur ein Buchstabe ist anders; aber so wird es sein, dass der Atom uns den Atem nimmt!" Der Leiter verharrte nach dieser Aussage und bewegte sich auch dann nicht mehr, als Johnny Ritchek weiterging.
Später, als Johnny Ritchek durch das große Tor nach draußen gelang kam ihm alles sehr unwirklich vor. Auch war ihm sehr unheimlich und er beschloß, nie mehr ein Atomkraftwerk zu besichtigen. "Es gibt ja noch genug andere schöne Dinge auf der Welt."
11.10.2005
Eichhörnchenstory: Hochwasser
Die Feuerwehr packt ihr Schlauchboot aus und guckt auf dem Bach, warum er übergelaufen ist. Nachdem der Hapo, der Charly und das Feuerwehreichhörnchen eine Weile mit dem Boot den Bach entlang gefahren sind kommen sie an eine Stelle, an der ein kleiner Junge einen STaudamm baut.
"Das geht nicht!" ruft der Hapo dem Jungen zu. "Dein Staudamm verursacht beim Bauern Hochwasser. Da kann die ganze Ernte kaputt gehen!"
Der Junge: "Achso. Das wusste ich nicht!"
Als sie mit ihrem Boot zum Bauern zurückkommen bedankt der sich. Das Hochwasser sei schon zurückgegangen.
Weil der Charly Durst hat zeigt der Bauer ihnen noch seine Apfelsaftmaschine. Er tut oben einen Apfel und dann noch einen und noch einen rein und die Maschine macht sssssssssssssssssss. Unten kommt leckerer Api raus, den trinken der CHarly, der Hapo und das Eichhörnchen.
Weil es schon spät geworden ist, wird das Eichhörnchen nach Hause gefahren, wo die Eichhörnchen-Oma schon mit der warmen Milch wartet. Die trinkt das Eichhörnchen und geht dann schlafen.
Gute Nacht!
09.10.2005
Neuer Film? Das Sein Zwo
Letzte Szene im Himmel
Gott, der Herr; der Teufel; einige Engel
Gott der Herr und der Teufel sitzen kopfschüttelnd um die leuchtende Glaskugel, sind resigniert. Na gut, sind sie sich einig, wieder ein Unentschieden. Die große Frage, wer nun der Herr über das Reich sei bleibt unentschieden. Hauptsache, der Konflikt sei da gewesen und eine aufregende Verfolgungsjagd habe es ja auch gegeben.
Gott der Herr hat aber schon eine neue Idee – wieder ein Spiel und man könne das prima in der Fortsetzung unterbringen. Es sei ein Wettbewerb an der frischen Luft, wie ihn die Menschen des öfteren austragen und es ginge in der Hauptsache um einen Ball. Ein Ball, das finde der Teufel immer gut, damit habe er schon als Kind gerne gespielt.
Sie beugen sich zueinander und beginnen über diesen neuen Vorschlag zu tuscheln.
Weiche Abblende und Musik.
Ende
Neuer Film? Das Sein Zwo
Neunte Szene unterwegs
Person B; Die Frau Nachbarin
Person B und die Frau Nachbarin spazieren gemütlich durch die Gegend. Es sei schon ein aufregendes Abenteuer gewesen, meint sie. Er grinst nur. Ob sie denn immer noch nicht verstanden habe, was eigentlich geschehen sei. Er setzt an, es ihr zu erklären, doch sie unterbricht. Sie habe es schon verstanden. Doch für sie sei nun mal alles real gewesen. Immerhin habe sie sich ja auch Sorgen gemacht. Wieder lächelt Person B. Das einzige, um das man sich sorgen müsse sei Hunger und Durst. Alles andere kann man sich in der Existenz des bloßen Seins zurechtspinnen. Ob die Frau Nachbarin es nicht auch einmal probieren wolle.
Nein, meint sie, sie habe lieber echt Blumen, falls er das verstehe.
Während sie davon laufen, sinniert sie von den Weiten des Kosmos, wo es niemanden gebe, nur zuhause sei etwas los, was man aber nicht begreifen könne, wenn man sich in einer gallertartigen Masse befinde...
Neuer Film? Das Sein Zwo
Achte Szene in der ganzen Wohnung und Verfolgungsjagd
Person B; Die Frau Nachbarin; Der Teufel; Gott, der Herr
Der Teufel reagiert sehr verärgert über diese Wendung. Wütend bricht er die Tür zu Person B`s Wohnung auf und versucht, sich Person B eben so zu krallen. Der rennt natürlich weg, mit der Frau Nachbarin ins Treppenhaus.
Unten wartet schon Gott, der Herr – ebenfalls ungehalten – und versperrt ihnen den Weg nach draußen.
Person B beginnt auf das Treppengeländer zu klettern, die Frau Nachbarin macht es ihm gleich.
Neuer Film? Das Sein Zwo
Siebte Szene im Nebenzimmer
Person B; Die Frau Nachbarin
Person B führt die Frau Nachbarin ins Nebenzimmer, um mal den Standpunkt zu wechseln, wie er ihr erklärt. Von hier aus könnten sie die Blumen nicht sehen, auch das Tablett mit dem leeren Teller nicht. Und so verhalte es sich eben auch mit der Neuen Form des Seins. Und deshalb könne seine Seele weder dem Teufel noch dem lieben Gott gehören. Solange er – Person B – sich in diesem Zustand des Seins befinde wäre er nach wie vor isoliert von der Außenwelt.
Die Frau Nachbarin bewundert das Kalkül von Person B, doch der winkt ab. Solche Planspiele ließen ihn ganz kalt.
Neuer Film? Das Sein Zwo
Sechste Szene im Zimmer von Person B
Gott, der Herr; Person B; Die Frau Nachbarin
Warum er sich hat so leicht einwickeln lassen will Gott der Herr von Person B wissen. Immerhin sei er doch Gottes Schäfchen, da dürfe er sich doch nicht auf so eine Linsenweisheit einlassen. Person B versteht nicht, es sei schließlich keine Linsensuppe gewesen. Doch Gott, der Herr will nicht in die Details gehen. Er, der Schöpfer habe eine schwierige Wette verloren. Zum Abschied bekomme Person B nun ein paar Blumen, auch als Zeichen, wie schön die Schöpfung hätte sein können, gebe es da nicht den einen oder anderen Tunichtgut, der gegen die Strömung schwimme.
Es klingelt. Während Person B öffnet und die Frau Nachbarin die Wohnung betritt verschwindet Gott, der Herr.
Die Frau Nachbarin freut sich sehr über die Blumen, die Person B offensichtlich für sie besorgt haben muss. Es seien sehr schöne Blumen, stellt sie fest. Indirekt habe er sie wohl für die Frau Nachbarin besorgt, stimmt Person B zu. Immerhin sei Gott ja mit ihm und wenn sie so viel Gefallen daran finde, könne sie sie haben.
Nun beginnt Person B ihr auseinander zu setzen, dass Gut und Böse eigentlich das gleiche seien, es sei nur eine Frage des Standpunktes. Es sei wie in der neuen Form des Seins alles nur eine Frage der Position, von der aus man die Dinge betrachte.
Neuer Film? Das Sein Zwo
Fünfte Szene im Himmel
Gott, der Herr; der Teufel
Der Teufel erscheint bei seinem Widersacher und gibt damit an, die Wette gewonnen zu haben, das sei ja einfach gewesen.
Gott, der Herr scheint sehr geknickt.
Neuer Film? Das Sein Zwo
Vierte Szene im Zimmer von Person B
Der Teufel; Person B; Die Frau Nachbarin
Das Zimmer ist leer, niemand befindet sich darin. Der Teufel materialisiert sich. Er guckt sich um und betrachtet die karge Einrichtung. Er schnippt mit dem Finger. Es erscheint ein Tablett mit einer feinen warmen Mahlzeit und einer netten Flasche Wein.
Man hört Geräusche aus dem Treppenhaus. Der Teufel verdrückt sich rasch ins Nebenzimmer.
Die Wohnungstür geht auf und Person B und die Frau Nachbarin erscheinen – immer noch diskutierend.
Da erblicken sie das Tablett. Person B ist sehr erfreut über diese feine Überraschung. Die Frau Nachbarin streitet ab, etwas damit zu tun zu haben.
Der Teufel tritt wieder auf und erläutert, dass er das Tablett hingestellt habe. Person B könne davon essen. Esse er aber davon vermache er ihm seine Seele. Die Frau Nachbarin ratet natürlich vom Kosten ab, sie ist immer noch besorgt um Person B`s Seelenheil. Person B kümmert das nicht, schließlich habe er Hunger, die Mahlzeit passe ihm gerade in den Kram.
Neuer Film? Das Sein Zwo
Dritte Szene unterwegs
Person B; Die Frau Nachbarin, eventuell andere
Mühsam versucht die Frau Nachbarin Person B zu erklären, was schön ist (Stichwort Blumen). Denn sie glaubt, das wisse er nicht und dass das sein Problem sei. Es ist ein hässlicher kalter Herbsttag und Person B versucht ihr klar zu machen, dass an einem solchen nichts schön sein könne (Stichwort Hunger). Und so reden sie aneinander vorbei.
Neuer Film? Das Sein Zwo
Zweite Szene im Zimmer von Person B
Person B, Die Frau Nachbarin
Person B sitzt in seinem Schaukelstuhl. Das Zimmer ist leer. Monolog vom Sein in seiner neuen Form*.
Da klingelt die Wohnungstür. Person B macht auf, die Frau Nachbarin stürzt herein mit den Worten, sie klingle schon seit Stunden.
Die Frau Nachbarin denkt, Person B habe auf jeden Fall ein Problem und will ihm helfen, auf andere Gedanken zu kommen. Er könne sich doch nicht ständig im Zustand des ewigen und bloßen Seins befinden, müsse mal raus, andere Dinge erleben und neue Eindrücke erhalten.
Eichhörnchenstory: Die Kutsche

Die Feuerwehr ist zu einem ganz alten Dorf gefahren, um da zu gucken, ob jemand Hilfe braucht. Das Feuerwehreichhörnchen geht mal zu den weissen Gänsen und fragt die, aber nö, denen gehts gut.
Da hört es jemanden reufen: "Hilfe! Ihr müsst mir helfen!"
Das Eichhörnchen und der Hapo und der Charly gucken, und da sehen sie die Kutsche mit den beiden Pferden, die ganz schnell fährt. Der Mann auf der Kutsche und sein Hund rufen um Hilfe, weil die Pferde durchgegangen sind!
Das Feuerwehreichhörnchen klettert schnell dipdipdip auf die Leiter vom Feuerwehrauto und springt von dort auf das Dach von der Kutsche. Dann klettert es runner zu den Pferden. Es spricht dem einen Pferd ins Ohr: "Ist ja gut, Pferdchen, ist ja gut!" Und dem annern Pferd auch: "Ist ja gut!"
Und die Pferde halten mit der Kutsche an.
"Danke!" sagt der Mann in der Kutsche. "Die Pferde haben sich erschreckt, weil jemand in dem Dorf eine Tür wohl zu laut zugeschlagen hat und sind dann vor Angst einfach weggerannt und ich konnte sie nicht dazu bringen anzuhalten!"
Nun ist es wieder spät geworden und der Hapo fährt das Eichhörnchen mit dem Feuerwehrauto nach Haus, wo die Eichhörnchen-Oma schon mit der warmen Milch wartet. Das Eichhörnchen trinkt die Milch und geht dann schlafen.
Gute Nacht!
08.10.2005
Neuer Film? Das Sein Zwo
Erste Szene im Himmel
Gott, der Herr; der Teufel; einige Engel
Inmitten von gleißendem Weiß sitzt Gott der Herr und lässt sich von den Engeln preisen. Als der Gesang des Lobpreisens schließlich so rhythmisch wird hält den Herrn nichts mehr auf seinem Thron und er stimmt mit einer flotten Tanzeinlage (Step) selbst mit ein.
Die Musik bricht ab und wird durch ein bedrohliches Bassdröhnen ersetzt. Der Teufel höchstpersönlich betritt die Szenerie.
Der behauptet doch glatt von vorneweg, dies sei sein Reich und der Mann mit dem Pappkarton solle gehen, der könne doch noch nicht mal tanzen. Der Herrgott verlangt beweise und ob der Teufel es besser könne. Der Teufel druckst rum, na gut, könne er nicht.
Man einigt sich auf den Ausspruch „Aussage und Gegenaussage“ und schon sei der Konflikt da. Schließlich wolle man hier einen Film machen, das ginge nicht ohne Konflikt.
Die Idee einer Wette wird geboren. Ein Spiel, bei dem jeder der beiden Kontrahenten versuchen muss, eine bestimmte Seele für sich zu gewinnen. Halt einen Nichtsnutz, bei dem schon alles verloren gegangen ist. Den müsse man, ohne ihm weh zu tun auf seine Seite holen.
Neugierig halten beide in der leuchtenden Glaskugel Ausschau nach einem geeigneten Kandidaten, was schwierig ist, weil alle Seelen der Welt ja schon fertig sind, bereits vergeben.
Letztendlich gibt es da aber einen...
05.10.2005
Johnny Ritchek in: "Die Einreise"

"Wie bitte?" Johnny Ritchek glaubte seinen Ohren nicht trauen zu können.
Der freundliche Grenzbeamte wiederholte sein Anliegen. "Bitte, legen Sie Ihre Hand hier in diesen Apperat."
Der Apperat bestand aus einem platinenartigen Gebilde über dem eine mit Nadeln versehene Stampfmaschine schwebte. Bereit zum Lostackern.
Johnny Ritchek wollte nicht. "Kann es sein, dass wenn ich mein Händchen da hinein lege die Stampfe losprügelt und mir ein wenig das Händchen, na sagen wir zerlöchert?"
Der überaus höfliche Grenzbeamte musste sich ein spontanes Lachen verkneifen und antwortete sachlich. "Mein lieber Herr - ..." er warf einen kurzen Blick auf Ritcheks Reisepass, "Herr Ritchek, Sie möchten doch in unser schönes Land einreisen. Und dazu ist - so möchte ich vermuten - ein gewisses Grundvertrauen in unsere Sitten, Geflogenheiten und letzten Endes auch in unsere Grenzkontrollen vonnöten. Habe ich unrecht?"
"Ja schon." gab Johnny Ritchek zurück. "Ich habe Vertrauen in Ihre Kontrollen. Aber nicht in dieses Gerät!"
Der Grenzbeamte ließ sich nicht beirren. "Wenn Sie Ihre Hand da nicht hinein stecken wollen, kann ich es nicht ändern. Eine Einreiseerlaubnis erhalten Sie allerdings nicht."
Johnny Ritchek sah die merkwürdige Stampfe an. "Das ist ungerecht. Ich vermute, Sie könnten mich verletzen. Dabei will ich in Ihrem schönen Land nur auf grünen Wiesen den blauen Himmel betrachten und vielleicht trinke ich auch Wein. (denken Sie nur an die Devisen!)"
Der Grenzbeamte ließ sich immer noch nicht beirren.
Johnny Ritchek hatte einen Vorschlag: "Vielleicht wollen Sie es mir vormachen? Wenn Sie Ihre Hand zuerst in die Stampfe stecken und Ihnen nichts schmerzliches geschieht, dann würde ich es Ihnen gleich tun. Sie hätten dann Ihren Willen und ich die Einreiseerlaubnis."
Der Grenzbeamte dachte nach. Dann nickte er und schob seine Hand langsam und bedeutend in das Gerät.
Es tackerte drei mal laut, der Grenzbeamte schrie vor Schmerz auf unf Johnny Ritchek kehrte der Grenzstation den Rücken. "Ich hatte sowieso nicht wirklich vor, in dieses Land einzureisen. Es war nur zweite Wahl. Das nächste mal bleibe ich auch lieber zuhaus. Da verstehe ich Gebräuche und Sitten und weiss, wo mein Bett steht."