17.11.2005

Johhny Ritchek in: "Reise zum Mittelpunkt der Welt Teil 2"

Bei 500 Metern Tiefe gönnte Johnny Ritchek seiner mannschaft ein Pause. Die dauerte fünf Minuten, weil man wollte ja noch den Erdkern erreichen und das ginge nicht, wenn man trödle.
Die Männer beschwerten sich auch nicht. Sie waren stark und belastbar - viel mehr als Johnny Ritchek, der sich schonen musste, weil er schon nach 10 Meter Tiefe anfing zu schwächeln und von da ab die Aufseher-Rolle übernahm. "Ich hatte ohnehin nichts besseres zu tun. Schließlich bin ich kein geschultes Personal."

Bei 600 Metern fragte der dritte Forscher, wie lang es noch sei, bis zum Erdkern. Ritchek antwortete knapp, dass er das nicht wisse, er sei ja kein Fachmann. Aber man werde schon sehen, wenn man das Ziel erreicht habe.

Kurz darauf kam einer der fleissigen Forscher mit einem seltsam aber schön glitzernden Stein zu Johnny Ritchek. "Ein Edelstein. Davon gibt es hier unten nicht wenige." erklärte er und warf ihn fort. "Immerhin haben wir ein Reiseziel. Wenn wir jetzt anfangen, Reichtümer zu sammeln kommen wir nie an."
"Aber wir könnten die Expedition finanzieren, wenn wir ein paar solcher Klunker behielten." gab der Forscher zu bedenken.
"Sie haben recht," meinte Ritchek. "Diese Reise ist noch nicht bezahlt (keiner der möglichen Finanziers glaubte an den Erfolg der Mission!)."

Und Ritchek begann, den fortgeworfenen Stein zu suchen. Dabei entfernte er sich von seinen Mitstreitern. Er entfernte sich soweit, dass er gar nicht bemerkte, wie er sich in einem Nebentunnel immer mehr von der Gruppe wegbewegte.


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