08.05.2007

Leppmanns größtes Abenteuer Teil 4

"Leppmann, Sie sind ein Idiot."

Der Seemann, der mich einen Esel geschimpft hatte wollte sich nicht mit mir vertragen. Da saß ich nun an der Reeling seines Schiffes und war unterwegs nach Übersee. In meinem Büro wartete haufenweise Arbeit auf mich und ich sollte eine Kreuzfahrt unternehmen.
"Nehmen Sie es leicht, Leppmann. Genießen Sie die Fahrt."
Wir begannen eine Diskussion über Vor- und Nachteile der Schifffahrt. "Eisenbahnen sind auch sehr schnell.", gab ich zu bedenken. Der Seemann lächelte. "Aber Eisenbahnen befahren nun mal nicht die Meere, Sie Idiot."
Ich dachte nach, welches Verkehrsmittel über die Meere fahren könnte und gleichzeitig besser sei, als ein Schiff. "Da können Sie lange nachdenken, Leppmann! Ein Schiff ist und bleibt ein Schiff." Er nahm einen Anker und warf ihn weit ins Meer. "Das macht man so. Alle 100 Seemeilen schmeisst man einen Anker ins Meer, für den Fall, dass man doch einmal den Weg zurück fahren muss. Muss man meistens nicht, weil die Schifffahrt ist ja perfekt." Ich wollte auch einen Anker werfen, konnte ihn aber noch nicht einmal heben. Der Seemann gab mir ein Imitat aus Holz, das konnte ich werfen. Aber es schwamm auf dem Wasser und driftete ab nach Westen. Der Seemann lachte nur.

Nach einigen Wochen auf hoher See fuhr man mich schließlich wieder zum Hafen. Das war ein seltsames Abenteuer, aber ich war ein wenig braun dabei geworden.

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