"Meinen Ball habe ich sehr lieb." sagte das kleine Kind. Und in der Tat: es hielt und wog den Ball zärtlich im Arm und sang mit seiner zierlichen Stimme ein Wiegenlied. Nachts lag der Ball im Puppenbett und wurde morgens gewaschen.
Von der Fantasie des Kindes gerührt kam der Vater auf eine gute Idee. Er malte mit Filzer zwei Augen und einen lachenden Mund auf den Ball.
Die Mutter hatte dieselbe Idee und bamalte das Spielzeug auf der anderen Hemisphäre. Mit dem Resultat, dass der Ball nun zwei lachende Gesichter aufwies.
Das Kleine Kind nahm die Veränderung seines Balles nie bewusst wahr, denn es kam sofort in das Alter, in dem es sich mehr für technische Dinge interessierte.
Als es älter war hielt es die Gesichter auf dem Ball für die eigene Schmiererei im Kindesalter.
29.06.2006
Wiedergefundene Serie (1998) Teil 03
Der Herr Lehrer war an die Wand gefesselt. Pulte und Stühle brannten zum Scheiterhaufen gestapelt lichterloh. Die Kinder hatten sich mit Ruß Kriegszeichen geschminkt und rannte nmit Siegesgeheul umher.
Die Tür ging auf und der Direktor staunte nicht schlecht, und ob er mitmachen dürfte bei dem Spektakel. Die Kinder krönten ihn zum Ehrenhäuptling und stimmten wieder - diesmal mit dem Direktor - ihr Geheule an.
Die Tür ging auf und der Direktor staunte nicht schlecht, und ob er mitmachen dürfte bei dem Spektakel. Die Kinder krönten ihn zum Ehrenhäuptling und stimmten wieder - diesmal mit dem Direktor - ihr Geheule an.
Wiedergefundene Serie (1998) Teil 02
Ein junger Mann schlief in seinem Sessel ein. Es war ein anstrengender Tag und die Schallplatte fräste sich durch die Auslaufrille. Er schlief tief und fest und keines der ihn umgebenden Geräusche konnte ihn dabei stören.
Auch nicht das Geräusch an der Wohnungstür. Und auch als sich ein Einbrecher durch diese schlich, sie wieder schloß und im Raum stand: Keine Regung im tiefen Schlaf des jungen Mannes.
Der Einbrecher vergewisserte sich, dass er nicht bemerkt wurde und machte sich nach den begehrten Wertsachen zu schaffen. Er vermutete den Tresor im Schlafzimmer und verschwand darin, als durch leises Klirren fast verraten ein weiterer Einbrecher sich durch das Fenster Einlaß verschaffte. Auch er die Wertsachen - fand aber keine und machte sich in die Küche, um das Silberbesteck. Gleichzeitig kehrten beide wieder auf die Bildfläche zurück, sahen einander und erschraken.
Ein kurzer Streit um Arbeitsplatz und Wertsachen entbrach. Da öffnete sich eine Falltür und ein dritter Einbrecher stieß herauf. Er verneigte sich kurz und zu dritt verließen sie den Raum durch die Falltür. Die Falltür fiel zu und die Erschütterung ließ die Platte springen, die ging aus.
Nun wachte der junge Mann auf, legte die Platte weg, machte den Plattenspieler aus und ging zu Bett.
Wiedergefundene Serie (1998) Teil 01
Ungewollt fielen dem Komissar die Beweise für einen Fall in die Hände, den er gar nicht kannte. Es war ein Brief mit einem Geständnis und ein Tip, wo Tatwaffe und Fingerabdrücke zu finden seien: In einem Bahnschließfach. Im benachbarten Schließfach seien zudem noch die entsprechende Polizeiakte mit vorgefertigtem Haftbefehl.
Der Komissar begann sofort mit der Observierung der Bahnschließfächer. Leider hatte der Unbekannte keine Angabe über die Nummer des Verstecks. Der Komissar musste praktisch bei Null anfangen.
Im Laufe des Tages fanden sich mehrere Verdächtigte ein und zum Schluß der Inspektor, der den Fall leitete und an den der Brief adressiert war, den der Komissar irrtümlich erhielt.
Der Inspektor schlug dem Komissar auf die Schulter. Zumindest dieses Missverständnis war gelöst. Nun wollten die Verdächtigten aber wissen, wer der Täter war. Immerhin habe sich dieser mit dem Geständnis identifiziert.
Ja, antwortete der Komissar, aber der Name der Person stehe nicht im Telefonbuch und auch der Herr vom Einwohnermeldeamt habe keinen Rat gewusst.
So läuft der Täter noch heute frei und ungestraft herum.
06.04.2006
Johnny Ritchek im: "Atomkraftwerk Teil Zwei"
Die Gruppe der Atomkraftgegner war auf ihrem Weg vom Kraftwerk nach Hause zurück. Immer noch waren sie sehr betrübt ob ihres Misserfolges. Johnny Ritchek versuchte seine Freunde mit Bauchrednertricks aufzuheitern, was aber nicht funktioniert. Als es schon zu dämmern begann entdeckten sie eine Rauchschwade am Horizont, in der genauen Richtung, in der das Atomkraftwerk stand.
Was war geschehen? Ein GAU? (Die Mitglieder der Gruppe hätten es ja schon vorher gewusst)
Wir blicken etwas zurück in Zeit und Raum:
Soeben hatten Johnny Ritchek und seine Freunde das Gelände des Kraftwerks verlassen, da erklang die Pausenglocke, die dem Personal fünf Minuten gab, sich mal die Füsse zu vertreten. Der Kraftwerkdirektor ging voraus, seine Untergebenen folgten ihm im Gänsemarsch. Da entdeckten sie einen Haufen unbenutzter Transparente. Diejenigen vom Personal, die lesen konnten lasen die Botschaften laut vor. Man fragte sich, was das sollte und nur der Direktor - nicht umsonst der schlauste von ihnen - wusste Rat: "Diese Texte sind hier hergebracht worden um aufgehängt zu werden. Unsere Pause dauert noch drei Minuten, also fangen wir an!"
Der Direktor war ein ordentlicher Mensch und nichts hasste er mehr, als Dinge, die unbeendet waren. Also holte man Hämmer und Nägel und befestigte die Transparente am Hauptreaktor, woraufhin dieser natürlich explodierte (siehe "Johnny Ritchek im Atomkraftwerk Teil Eins").
Die Gruppe der Atomkraftgegner, der unser Held Johnny Ritchek angehörte hatte also mit ihrer Protestaktion gewonnen. Doch zu welchem Preis?
Obwohl das ganze Land unter der Strahlung litt war Ritchek guter Dinge. "Immerhin habe ich etwas erlebt und mich nicht gelangweilt."
Johnny Ritchek im: "Atomkraftwerk Teil Eins"
Johnny Ritchek hatte sich heute einer Gruppe Atomkraftgegner angeschlossen. "Nicht wegen ihrer politischen Einstellung.", wie er beteuerte. "Nein, ich mag ein paar von ihnen sehr gerne, weil sie sehr nett sind."
An diesem Tag wollte die Gruppe im Rahmen einer Protestaktion das Gelände eines Atomkraftwerkes aufsuchen und sich nach Verkündung einiger Parolen an den Hauptreaktor nageln.
"Das bedeutet einen Tag Spass mit den Menschen, die ich mag." erklärte Johnny Ritchek. Und so liefen sie - bepackt mit Rucksäcken und Transparenten - los. Es wurde ein lustiger Marsch und es wurde viel gelacht.
Ritchek staunte nicht schlecht, als sie das Kratwerk erblickten. "Hatte ich mir kleiner vorgestellt." Nachdem die Gruppe einige Wächter ausgeschaltet hatten versuchten sie, sich auf dem Gelände zu orientieren. Wo war denn nun der Hauptreaktor?
Johnny Ritchek wusste Rat: "Schließlich war ich mal Leiter eines Atomforschungsprogrammes. Wir versuchten die Spaltung eines Atomes nur mit Küchenbesteck durchzuführen: Messer, Gabel, Scher und Licht. (oder so ähnlich...)"
Zielstrebig ging Ritchek zum Hauptreaktor. Seine Freunde packten sogleich Nägel und Hämmer aus ihren Rucksäcken und wollten mit dem "Akt der Abhängigkeit von der Atomkraft und ihrem Widerspruch inspe" beginnen. Da lenkte Johnny Ritchek ein:
"Halt! So gut ich Eure Idee finde, und so gerne ich mich selbst auch handwerklich betätige. Aber einen Nagel in einen Hauptreaktor zu schlagen empfiehlt sich nicht." Immerhin schwirrten innerhalb des Reaktors die Atome hin und her und treffe ein Nagel auf eines könnte es zur Explosion kommen - mindestens könnte das Atom persönlich beleidigt werden.
Gesenkten Hauptes zog die Gruppe wieder ab. Alternative Methoden zur Durchführung ihrer Aktion gab es zwar, jedoch hatte ausgerechnet Johnny Ritchek den Rucksack mit den Klebebandrollen vergessen.
"Die Transparente können wir ja erst mal hier lassen." schlug er vor. "Wir können sie ja beim nächsten mal verwenden, oder ein paar freundliche Damen und Herren vom Kraftwerkspersonal hängen sie für uns auf..."
Im Folgenden einige Parolen auf den Transparenten der Gruppe der Atomkraftgegner:
Keine Atomkraft!
Wir sind gegen Atomkraft!
Keine Spannung durch Spinnung!
Keine neue Startbahn!
Atom ist doof!
Weniger Atom - Mehr Dynamo!
Wer braucht Strom? Wir haben Mukkies!
23.03.2006
Johnny Ritchek in: "Das Ding"
"Dieses Ding lag einfach auf dem Weg herum. Ich weiss beim besten Willen nicht, um was es sich dabei handelt." Johnny Ritchek ist bekanntlich Forscher und nichts reizt ihn mehr, als ein unbekanntes Ding.
"Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit extraterrestisch. So etwas kann nicht von unserer kleinen Welt kommen."
In seinem Labor hat er viele Geräte, die zur Identifizierung von Gegenständen geeignet sind, doch bei diesem müssen sie passen. Ritchek schüttelt nachdenklich den Kopf. "Es ist unerklärlich! Aber auch enorm faszinierend zugleich. Ich würde das Ding gerne fotografieren, doch vermutlich lässt es sich aus radioaktiven Gründen nicht ablichten."
Johnny Ritchek ist den ganzen Tag damit beschäftigt, dem Ding auf die Schliche zu kommen - ohne Erfolg. Am folgenden Tag liegt es schon wieder einfach in der Ecke herum, zusammen mit den anderen unerklärlichen Fällen, die unserem Helden in all den Jahren untergekommen sind.
22.02.2006
Johnny Ritchek in: "Kosmische Strahlung Teil B"
Die Erde befand sich an diesem Tag in einem unheimlichen Feld von kosmischer Strahlung. Deshalb wirkte der Sonnenschein heftiger als sonst auf die Atmosphäre und damit auf die Menschen ein. Johnny Ritchek, der Welt größter Forscher von kosmischer Strahlung stellte schon seit Tagen viele Theorien auf. "Alle anderen Forscher von kosmischer Strahlung sind kleiner, und wenn es nur Zentimeter sind..."
Theorie 1: Die Nichtirdischen sind schuld. Sie haben irgendeine Lampe in ihren Ufos angelassen und wir müssen drunter leiden.
Theorie 2: Die Menschen sind selbst schuld. Nie sind sie einer Meinung, ständig gibt es Streit. Da geschieht ihnen so eine Katastrophe nur recht.
Theorie 3: Die Tiere sind schuld. Sie haben sich gegen uns Menschen verschworen, naja, sehr verläßlich waren diese Viecher ja noch nie!
Theorie 4: Niemand ist schuld. Warum muss auch immer jemand an irgend etwas schuld haben? Können wir etwas nicht einfach mal hinnehmen?
Ritchek war stolz auf seine theoretische Arbeit. Er steig aus seinem Kühlschrank, weil er gesehen hatte, dass das Gerät mal wieder abgetaut werden musste.
Johnny Ritchek in: "Kosmische Strahlung Teil A"
An einem sehr heissen Sommertag schien die Sonne stärker als sonst zu scheinen. Den Menschen gefiel das nicht, denn es wurde noch heisser. Noch heisser, als man ertragen konnte. Und manch einer nahm sich einen Kühlschrank mit zur Arbeit.
Johnny Ritchek ging nicht zur Arbeit. In seinem Kühlschrank sitzend erklärte er das so: "Ich kann heute nicht arbeiten. Es liegt an den kosmischen Strahlen, die bereiten mir Kopfweh."
Ein Blick aus dem Fenster verriet ihm jedoch, dass nicht nur er leidete: "Die Sonne ist mal wieder Schuld. Sie scheint heute stärker als sonst zu scheinen. Das wirkt sich nicht nur auf meinen Kopf aus, sondern auch auf die Temperaturen."
Ritchek wusste um die launischen Charakterzüge unseres Hauptgestirns, das uns so manchen sonnigen Tag beschert hatte - in der Vergangenheit. "Aber heute," mault Johnny Ritchek kopfschüttelnd, "heute macht das Wetter keinen Spaß."
12.02.2006
09.02.2006
Johnny Ritchek in: "Ornithologie"
Johnny Ritchek war eines Tages zu Besuch bei einer merkwürdigen Art von Lebewesen. Gefiederte fliegende Aliens, die auf Bäumen saßen und ihren Kindern Würmern zu essen gaben. "Außerdem hatten sie die Eigenart wunderschöne Musik von sich zu geben nur mit Hilfe ihrer Schnäbel!"
Auf allen seinen Expeditionen hatte Ritchek noch nichts derartiges entdeckt. Leider waren die Wesen sehr scheu. Je näher er mit seinem Antigrav-Pack mit integriertem Astro-Anzug kam, desto eher flüchteten sie und flogen einfach weg.
"Ich habe sie Vögel getauft. Weil sie mich so sehr an die Freiheit erinnern."
Am liebsten hätte Johnny Ritchek den einen oder anderen seiner neuen Freunde mitgenommen, bislang hatte er jedoch nichts entdeckt, womit er sie hätte transportieren können, was er dann Käfig genannt hätte. "Weil mich dieses Wort noch mehr an Freiheit erinnert."
Auszug aus dem Vorwort zu Johnny Ritcheks erstem Ornithologie-Lehrbuch für Lernbegierige:
..."Ich habe Vögel gesehen! Nicht mit meinen eigenen Augen (immer war die Scheibe meines Helms dazwischen) aber immerhin! Und Bäume! Und Wolken! Und Kieselsteine, die die Form von Kieselsteinen hatten! ...
08.02.2006
Eichhörnchenstory: "Der Besuch"
Heute stand das Eichhörnchen auf und suchte nach seinen eingegrabenen Nüßchen. Es fand ein Versteck im Boden und musste erst mal den Schnee und dann den Sand wegmachen. Es nahm sich drei Nüsse aus dem Loch. Heute sollte die Maus zum Kaffee vorbei kommen und das Eichhörnchen wusste, die Maus frisst ganz gerne mal mehr als eine Nuss.
Am Nachmittag kam dann die Maus zu Besuch. "Hallo Maus." sagte das Eichhörnchen. "Hallo Eichhörnchen." sagte die Maus. "Willst Du einen Kaffe und eine Nuss?" "Ja, gerne." Und so aßen und tranken sie.
Da erschien plötzlich ein Marder in der Tür. Das Eichhörnchen und die Maus erschraken sehr. Bestimmt wollte der Marder sie fressen.
"Du willst uns doch nicht fressen?" fragte das Eichhörnchen zitternd. "Doch, natürlich will ich Euch fressen. Ich habe Hunger!"
Da fing die Maus an zu schimpfen: "Du böser Marder! Hau ab, Du sollst uns nicht fressen!"
Der Marder bekam ein bißchen Angst. "Aber ich habe doch Hunger!?"
Das Eichhörnchen gab dem Marder die dritte Nuß mit und der Marder hatte wenigstens die, damit er nicht so Hunger haben musste. Der Marder ging ganz weit weg und das Eichhörnchen und die Maus konnten noch Kaffee trinken.
Als es dunkel wurde ging die Maus nach Hause und ins Bett.
Gute Nacht
Am Nachmittag kam dann die Maus zu Besuch. "Hallo Maus." sagte das Eichhörnchen. "Hallo Eichhörnchen." sagte die Maus. "Willst Du einen Kaffe und eine Nuss?" "Ja, gerne." Und so aßen und tranken sie.
Da erschien plötzlich ein Marder in der Tür. Das Eichhörnchen und die Maus erschraken sehr. Bestimmt wollte der Marder sie fressen.
"Du willst uns doch nicht fressen?" fragte das Eichhörnchen zitternd. "Doch, natürlich will ich Euch fressen. Ich habe Hunger!"
Da fing die Maus an zu schimpfen: "Du böser Marder! Hau ab, Du sollst uns nicht fressen!"
Der Marder bekam ein bißchen Angst. "Aber ich habe doch Hunger!?"
Das Eichhörnchen gab dem Marder die dritte Nuß mit und der Marder hatte wenigstens die, damit er nicht so Hunger haben musste. Der Marder ging ganz weit weg und das Eichhörnchen und die Maus konnten noch Kaffee trinken.
Als es dunkel wurde ging die Maus nach Hause und ins Bett.
Gute Nacht
02.02.2006
Johnny Ritchek in: "Die große Katastrophe Teil 2"
Nur ein paar Tage später registrierte Johnny Ritchek, dass er noch nicht gestorben war. "Und ich dachte, Gammastrahlung sei nicht zimperlich!"
Er stand auf und ging zu seinem Fenster und wunderte sich nicht schlecht: "Der ascheähnliche Niederschlag, der die Planetenoberfläche gänzlich bedeckt hatte ist weg. Stattdessen entdecke ich am Himmel einen Stern, der taghell scheint!"
Ritchek musste sich abwenden, denn das helle Licht blendete ihn.
"Die Katastrophe scheint sich gar nicht auf unsere Welt zu beschränken. Tatsächlich muss sie kosmische Ausmaße erreicht haben." Und fieberhaft überlegte er. "Welche Nukelarwaffen können so verherend sein, dass ein neuer Stern entsteht - und das zufällig direkt vor unserer Haustür?" (beim Ausdruck Haustür lächelt er verschmitzt, dieses Wort würden er und seine Astronomiker-Kollegen stets verwenden, wenn etwas in unserem Sonnensystem geschehe. Der Witz an dieser Formulierung sei der, dass es sich hierbei immernoch um sehr große Distanzen handeln würde)
Noch eine Weile betrachtete Johnny Ritchek die beleuchtete Landschaft, zog sich eine Sonnenbrille auf und beschloß, einen kleinen Spaziergang zu machen. "Nicht ohne meine Sonnenmilch," hebt er warnend den Zeigefinger. "Wer weiss, was die UV-Strahlung alles anzurichten vermag."
Er stand auf und ging zu seinem Fenster und wunderte sich nicht schlecht: "Der ascheähnliche Niederschlag, der die Planetenoberfläche gänzlich bedeckt hatte ist weg. Stattdessen entdecke ich am Himmel einen Stern, der taghell scheint!"
Ritchek musste sich abwenden, denn das helle Licht blendete ihn.
"Die Katastrophe scheint sich gar nicht auf unsere Welt zu beschränken. Tatsächlich muss sie kosmische Ausmaße erreicht haben." Und fieberhaft überlegte er. "Welche Nukelarwaffen können so verherend sein, dass ein neuer Stern entsteht - und das zufällig direkt vor unserer Haustür?" (beim Ausdruck Haustür lächelt er verschmitzt, dieses Wort würden er und seine Astronomiker-Kollegen stets verwenden, wenn etwas in unserem Sonnensystem geschehe. Der Witz an dieser Formulierung sei der, dass es sich hierbei immernoch um sehr große Distanzen handeln würde)
Noch eine Weile betrachtete Johnny Ritchek die beleuchtete Landschaft, zog sich eine Sonnenbrille auf und beschloß, einen kleinen Spaziergang zu machen. "Nicht ohne meine Sonnenmilch," hebt er warnend den Zeigefinger. "Wer weiss, was die UV-Strahlung alles anzurichten vermag."
Johnny Ritchek in: "Die große Katastrophe Teil 1"
Als Johnny Ritchek diesen Morgen aufwachte war ihm sofort klar, dass über Nacht etwas schlimmes geschehen war. "Die große Katastrophe - nun kam sie also doch."
Der Blick aus seinem Fenster zeigte eine Landschaft, die vollkommen von einer weissen Masse überzogen war, soweit sein Auge reichte.
"Es muss sich hierbei um eine gräßliche termo-nukelare Katastrophe handeln." wusste er es zu erklären. "Man erkennt das an dem ascheähnlichen Niederschlag, der sich in den letzten Stunden auf die Planetenoberfläche gelegt hat."
Traurig sah sich Ritchek um. Die Kälte des Anblicks ließ ihn frösteln. "Niemand hat das überlebt. Was klar war, in Anbetracht der unglaublich mörderischen Waffenarsenale, die die Atommächte für solche Fälle bereit hielten."
Ein paar Kinder bauten unter seinem Fenster lachend einen Schneemann. "Erste Mutationen." Johnny Ritchek kannte sich da aus. "Besonders die Karottennase zeugt von Vitaminmangel nach der Katastrophe." Auch unserem Helden begann es nun schlecht zu gehen. Also legte er sich wieder in sein Bett und wartete in Einsamkeit auf sein langsames Ende.
11.01.2006
Johnny Ritchek in: "Virus"
Eine kleine Hütte in der scheinbar endlosen Tundra. Kalter Wind wehte den Rauch, der aus dem Schornstein kam fort und ließ die fast baufälligen Backsteinmäuerchen beben. Eine Gestalt näherte sich aus der Ferne. Zu Fuß scheint sie schon ewig gelaufen zu sein. Sie trug ihren grünen Bio-Schutzanzug verschlossen und lief zielstrebig auf die Hütte zu. Öffnete die hölzerne Tür und trat ohne anzuklopfen ein.
Im Inneren der Hütte war alles anders, als es von aussen aussah. Die Bewohner waren schlaue Professoren und Forscher in weissen Kitteln, die in einem zugegebenermaßen improvisiertem Hightechlabor über Reagenzgläsern und Zentrifugen und ähnlichen Dingen arbeiteten. Improvisiert deshalb, weil die gesamte Einrichtung des Labors herangetragen worden zu sein schien und dann achtlos hingestellt; keine Mühe wurde sich gegeben mit der Verkabelungen der Geräte, eine Ordnung ließ sich nicht feststellen - es wurde sofort angefangen zu arbeiten.
Die schlauen Männer sahen auf und begrüßten den Neuankömmling mit einem Nicken. Der Neuankömmling setzte umständlich das Kopfteil seines Schutzanzuges ab, in dem - die Leser zuhause haben es sich bereits gedacht - Johnny Ritchek steckte.
Der hielt sich auch nicht lange auf mit Begrüßungsformalitäten und kam gleich zur Sache: "Haben SIe schon Fortschritte gemacht?"
Der Professor, der ihm am nächsten stand - ein junger (schlauer) Mann mit Brille - schüttelte den Kopf und sah zu Boden. "Leider nein." flüsterte er. "Wir haben das Virus zwar isolieren können, aber ein Gegenmittel noch nicht gefunden."
Ritchek, der sich hier wie der Chef aufführte bekam einen Wutausbruch. Da sei er nun tagelang hier her gewandert nur um zu erfahren, dass es noch keine Heilung gab!
Ein anderer schlauer Forscher kam näher. "Würde es nicht schon reichen, wenn wir ein Heilmittel fänden?"
Johnny Ritchek nickte. Seine Wut war schnell wieder verraucht und Hoffnung machte sich wieder in ihm breit. "Ja ja, ein Heilmittel. Gibt es doch irgendwelche Fortschritte?" Der Forscher wusste nicht so recht, ob seine Entdeckung wichtig genug war und ob er davon sprechen sollte. Erst als Johnny Ritchek ihn am Kragen schüttelte redete er. "Ich habe das isolierte Virus mit einigen Keimzellen verbunden. Es folgte eine Reaktion, in der das Virus nach und nach abstarb. Und jetzt ist es weg."
"Wunderbar!" Ritchek strahlte.
Der erste (schlaue) Professor mischte sich wieder ein. Er schien nicht begeistert zu sein von der Sache. "Wir wissen jedoch nicht, welche Keimzellen die Reaktion auslösten."
"Dann nähern Sie sich doch dem ersten Ergebnis wieder an. Sie müssen mehr Versuche machen!" Johnny Ritchek hätte am liebsten selbst mitgeholfen.
"Das Problem ist - wie ich schon sagte: Das Virus ist weg." gab nun der zweite (schlaue) Forscher von sich.
Das konnte Johnny Ritchek nicht glauben. Der halbe Globus war verseucht und das schuldige Virus hatte sich aus dem Staub gemacht?
Müde zog er sich seinen Schutzanzug wieder an, nahm sich noch ein paar Butterbrote aus der improvisierten Küchenecke des improvisierten Labors mit und brach auf - wieder dorthin zurück wo er hergekommen war.
29.12.2005
22.12.2005
Johnny Ritchek in: "START Teil 3"
Johnny Ritchek hebt die geballte Faust, als er aus dem Bullauge der Rakete blickt. "Wieder er! Mein alter Erzrivale Ernst Stratcher. Ich hätte es mir denken können, dass er dahinter steckt!" Angestrengt denkt er nach, wie er a) sich und die Rakete aus der misslichen Situation retten kann und b) wie er es seinem Rivalen heimzahlen kann. Nichts fällt ihm ein. "Ja, muss ich denn bis unimo hier hocken bleiben und zusehen, wie mein Schiff langsam abhebt?"
Da hat Ritchek eine Idee. Er öffnet das Bullauge und wirft der an Bord üblichen Sandsäcke für den Ballast nach dem Übeltäter. Der Steht zwar an die hundert Meter entfernt, wird aber übel am Kopf erwischt, fällt ohnmächtig zu Boden und läßt dabei sein kleines Gerät fallen.
Nichts weiter geschieht. "Egal, Hauptsache der hat mal seine Abreibung bekommen. Da verbringe ich gerne eine Ewigkeit damit, meiner Rakete beim Starten zuzugucken."
Und Johnny Ritchek sieht weiter durch das Bullauge. Er studiert den Ablauf der chemischen Kettenreaktionen, die die Fusionskammern des Raketenantiebs ablaufen lassen und kann so manche Theorie zur Verbesserung aufstellen.
Da hat Ritchek eine Idee. Er öffnet das Bullauge und wirft der an Bord üblichen Sandsäcke für den Ballast nach dem Übeltäter. Der Steht zwar an die hundert Meter entfernt, wird aber übel am Kopf erwischt, fällt ohnmächtig zu Boden und läßt dabei sein kleines Gerät fallen.
Nichts weiter geschieht. "Egal, Hauptsache der hat mal seine Abreibung bekommen. Da verbringe ich gerne eine Ewigkeit damit, meiner Rakete beim Starten zuzugucken."
Und Johnny Ritchek sieht weiter durch das Bullauge. Er studiert den Ablauf der chemischen Kettenreaktionen, die die Fusionskammern des Raketenantiebs ablaufen lassen und kann so manche Theorie zur Verbesserung aufstellen.
Johnny Ritchek in: "START Teil 2"
"Nette Sache, so ein Gerät, mit dem man die Zeit anhalten / langsamer stellen kann." Ein fieses Lachen erklingt. Die weiss-behandschuhte Hand hält einen kleinen Kasten mit eingebautem Ziffernblatt und ein kleiner Antenne auf die Szenerie eines Raketenstarts gerichtet. "Endlich bin ich am Drücker und kann meinem unerträglichen Erzrivalen und Möchtergern-Astronauten Johnny Ritchek eins auswischen" Es ist Ernst Stratcher, der als Astromechaniker verkleidet am Set rummacht. Den Schraubschlüssel eben erst weggelegt hat er sogleich sein kleines Gerät betätigt. Doch was heisst in diesem Fall "eben" und was "sogleich"? Auch Stratcher weiss das nicht. Doch voller Genugtuung sieht er die Person hinter dem Bullauge der sich im Start befindlichen Rakete, die sich im normalen Zeitablauf bewegt: Johnny Ritchek, der geballt die Faust hebt.
"Für Ritchek scheint die Zeit normal weiter zu laufen." denkt Ernst Stratcher nach, "Ein Fehler im Gerät? Doch an sich gar nicht so übel. So kann sich der alte Aufschneider bewusst ärgern." Und wieder erklingt das fiese Lachen.
Auszug aus Ernst Stratchers Tagebuch: Bauanleitung für ein Gerät, mit dem man die Zeit anhalten / langsamer stellen kann
1. Kleines kastenförmiges Gerät mit Antenne und Ziffernblatt versehen.
2. Erst mal die Zeit anhalten und warten, bis man jemanden trifft, der einem bei den technischen Dingen helfen kann.
3. Diesen jenigen auch fragen, ob er Fernseher, Waschmaschine etc. reparieren kann
"Für Ritchek scheint die Zeit normal weiter zu laufen." denkt Ernst Stratcher nach, "Ein Fehler im Gerät? Doch an sich gar nicht so übel. So kann sich der alte Aufschneider bewusst ärgern." Und wieder erklingt das fiese Lachen.
Auszug aus Ernst Stratchers Tagebuch: Bauanleitung für ein Gerät, mit dem man die Zeit anhalten / langsamer stellen kann
1. Kleines kastenförmiges Gerät mit Antenne und Ziffernblatt versehen.
2. Erst mal die Zeit anhalten und warten, bis man jemanden trifft, der einem bei den technischen Dingen helfen kann.
3. Diesen jenigen auch fragen, ob er Fernseher, Waschmaschine etc. reparieren kann
Johnny Ritchek in: "START Teil 1"
Auf einer seiner vielen Reisen zum Mond befindet sich Routiner Johnny Ritchek mal wieder im Cockpit einer gewaltigen Mondrakete. Gespannt lauscht er dem Countdown - freudig erregt mal wieder ins All zu kommen. "Ich bin oft und gerne hier oben.", prahlt er. ("Denn Countdown können Sie nachher noch einmal nachlesen.")
Doch der Countdown wird von mal zu mal langsamer, schließlich so langsam, dass Ritchek meint, er sei stehen geblieben. Nervös sieht er aus dem Bullauge. Der Qualm, der schon mal vor dem Startsignal aus der Rakete zu kommen pflegt tut auch so, als würde die Zeit nicht mehr vergehen. Johnny Ritchek stutzt.
Johnny Ritchek schwitzt. "Jemand hat die Zeit angehalten / langsamer gestellt. Das ist nicht fair! Jetzt muss ich schwitzen, wo ich kurz bevor ich den schweren Astroanzug angezogen habe geduscht habe!"
Auszug aus Johnny Ritcheks Tagebuch: Der Countdown
Doch der Countdown wird von mal zu mal langsamer, schließlich so langsam, dass Ritchek meint, er sei stehen geblieben. Nervös sieht er aus dem Bullauge. Der Qualm, der schon mal vor dem Startsignal aus der Rakete zu kommen pflegt tut auch so, als würde die Zeit nicht mehr vergehen. Johnny Ritchek stutzt.
Johnny Ritchek schwitzt. "Jemand hat die Zeit angehalten / langsamer gestellt. Das ist nicht fair! Jetzt muss ich schwitzen, wo ich kurz bevor ich den schweren Astroanzug angezogen habe geduscht habe!"
Auszug aus Johnny Ritcheks Tagebuch: Der Countdown
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15.12.2005
Mäuschengeschichte: "Renovierung"
Die Maus wollte ihr Wohnung neu renovieren: Neue Tapete für das Schlafzimmer und für die Küche und eine weitere Tür zwischen Wohnzimmer und Küche.
Da kamen der Igel und das Eichhörnchen. Sie wollten beim Renovieren helfen.
Zuerst machten sie mit einem Spachtel die alte Tapete runter. Das war sehr anstrengend. Der Igel klopfte mit einem großen Hammer und wollte schon mal die neue Tür in die Wand hauen. Da schrie er auf: "Auhhhh!"
"Mensch Igel! Du sollst Dir doch nicht auf den Finger hauen!"
Die Maus und das Eichhörnchen fingen an, die neue Tapete auf die Wand zu machen. Da schrie der Igel schon wieder auf: "Auhhhh!"
"Igel! Pass doch auf!"
Als es Abend wurde waren sie fertig. Die Maus sagte danke zum Eichhörnchen und zum Igel. Die gingen nach Hause, haben noch eine Milch getrunken und sind dann ins Bett gegangen.
Gute Nacht.
Da kamen der Igel und das Eichhörnchen. Sie wollten beim Renovieren helfen.
Zuerst machten sie mit einem Spachtel die alte Tapete runter. Das war sehr anstrengend. Der Igel klopfte mit einem großen Hammer und wollte schon mal die neue Tür in die Wand hauen. Da schrie er auf: "Auhhhh!"
"Mensch Igel! Du sollst Dir doch nicht auf den Finger hauen!"
Die Maus und das Eichhörnchen fingen an, die neue Tapete auf die Wand zu machen. Da schrie der Igel schon wieder auf: "Auhhhh!"
"Igel! Pass doch auf!"
Als es Abend wurde waren sie fertig. Die Maus sagte danke zum Eichhörnchen und zum Igel. Die gingen nach Hause, haben noch eine Milch getrunken und sind dann ins Bett gegangen.
Gute Nacht.
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